Ein unvergessliches Erlebnis in der Vereinsgeschichte des Musikvereins „Hoffung“ Hünsborn gab es für 65 Frauen, Männer und Jugendliche des Musikvereins „Hoffnung“ Hünsborn 1924 e.V.

Vom 16.09.2015 bis zum 20.09.2015 war der Musikverein zu Gast in New York. Anlass war die Steubenparade am 19.09.2015.

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Die deutsch-amerikanische Steubenparade wird seit 1957 von einer Vereinigung deutschstämmiger Amerikaner organisiert um die Traditionen der Heimat aufrecht zu erhalten und ihren Landsleuten nahe zu bringen. Namensgeber ist Friedrich Wilhelm von Steuben, ein preußischer Offizier, der im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg die Armee der Nordstaaten mit anführte. Bei der Parade handelt es sich aber nicht um eine Militärparade, sondern um einen Umzug mit verschiedensten Trachten-, Musik-, Karnevalsgruppen.

Die Hünsborner Musiker bildeten mit der Schützengesellschaft Attendorn 1222, dem Tambourkorps Helden und der Prinzengarde Attendorn die teilnehmerstärkste Gruppe, den „Traditionellen Schützen- und Musikzug Südsauerland“. Insgesamt bestand die Reisegruppe aus 221 Personen, hiervon 65 aus den Reihen der Hünsborner. 160 Mitreisende nahmen aktiv an der Parade teil.

 

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Teilnehmer der Arbeitskreise aller teilnehmenden Vereine der Reisegruppe „Traditioneller Schützen- und Musikzug“ welche den Großteil der Planung übernommen haben

 

Nach dreijähriger Vorbereitungszeit und sehr großen Herausforderungen an das Organisationsteam um Andreas Arns bezüglich der Auswahl des Reiseveranstalters, Gepäck- und Instrumententransport, Programmerstellung, Zollbestimmungen, Bewerbung beim Steubenkommittee, ESTA und Vollmachten für Jugendliche ging es am 16.09.2015 um 2:00 Uhr früh in Hünsborn los zur großen Fahrt. Vier Busse und ein LKW für das Zusatzgepäck brachten die Sauerländer Teilnehmer zum Frankfurter Flughafen, nach einem angenehmen Flug mit Singapur Airlines im größten Passagierflugzeug der Welt, dem A380, landete die Gruppe um 10 Uhr Ortszeit am JFK-Flughafen in New York. Nach Erledigung der Einreiseformalitäten, Empfang des Gepäcks, Zoll usw. ging es mit dem Bus direkt ins Zentrum von Manhattan, in die unmittelbare Nähe des berühmten Times Square, wo sich das Hotel befand. Schon auf dieser Fahrt zum „Manhattan at Times Square“-Hotel genossen die Hünsborner die überwältigende Skyline Manhattans in vollen Zügen. Der Rest des Tages stand zur freien Verfügung und wurde natürlich genutzt, erste Eindrücke der hektischen, lauten, aber gerade deshalb so umwerfenden Stadt zu sammeln.

Am nächsten Tag stand eine ganztägige Stadtrundfahrt auf dem Programm, wobei an einigen der zahlreichen Sehenswürdigkeiten jeweils ein Zwischenstopp eingelegt wurde, z.B. am Central Park, Grand Central Station, Iron Flat Building, Empire State, High Line, oder am Battery Park mit Blick auf die Freiheitsstatue. Anderes konnte an diesem Tag nur aus dem Bus angesehen werden, wie die zum Teil unter Denkmalschutz stehenden Stadtteile Harlem, Chinatown oder Soho. Die Rundfahrt endete an der vor allem wegen ihrer Schlichtheit imposanten Gedenkstätte für die Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 und dem direkt daneben neu erbauten One World Trade Center – Wolkenkratzer. Von dessen Aussichtsplattform im 107. Stockwerk bot sich den Reisenden ein imposanter Blick auf die riesige und aufregende Stadt. Das Wetter spielte hier und an allen Tagen mit, die Sonne schien während der ganzen Reise und sorgte für Temperaturen nie unter 25 Grad.

 

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Unsere Fahne in der St. Patricks-Kathedrale am Tag der Steubenparade

Am nächsten Tag bestand die Möglichkeit, im Rahmen einer geführten Walking-Tour oder auf eigene Faust noch Besichtigungen, zum Beispiel das Rockefeller Center, die Brooklin Bridge oder eine Fahrt mit der Fähre um die Insel vorzunehmen oder die vielen weltbekannten Gelegenheiten zum Shopping zu nutzen.

Als offizielle Vertreter des Musikvereins nahmen New York-Cheforganisator Andreas Arns und Vorsitzender Werner Stahl währenddessen an der offiziellen Begrüßung der an der Parade teilnehmenden Gruppen durch das Paraden-Komitee, Vertreter der Stadtverwaltung und den deutschen Schirmherrn, in diesem Jahr der ehemalige Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit, teil.  Die Hünsborner konnten bei dieser Gelegenheit das Gastgeschenk der Gemeinde Wenden, ein Relief des Gemeindewappens in Bronze, übergeben. Dieses etwa ein A4-Blatt Papier große, aber 5 kg schwere Kunstwerk hatte Werner Stahl im Handgepäck transportiert.  Abends gab es dann den zweiten Offiziellen Programmpunkt, die Sponsoren-Gala zur Parade, im „Lighthouse at Chelsea Piers“, direkt am Ufer des Hudson River.

Am 19.09.2015 stand dann die Parade auf dem Programm.

 

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Alle akiven Teilnehmer der Steubenparade in der St. Patricks-Kathedrale

 

Zunächst besuchten die Hünsborner die Hl. Messe in der St. Patricks-Kathedrale, der Bischofskirche des Erzbischofs von New York, der auch die Messe zelebrierte. Die Hünsborner hatten auch ihre Vereinsfahne mit in die USA genommen. Diese wurde beim Einzug der Fahnenabordnungen durch den Ehrenvorsitzenden Josef Clemens in die frisch renovierte Kirche getragen.  Bischof Dolan erinnerte in seiner Predigt daran, dass deutsche Traditionen auch das Leben in den USA geprägt hätten und prägten und rief dazu auf, das Erbe, insbesondere natürlich den Glauben, zu bewahren.

Nach dem Gottesdienst blieb noch etwas Zeit, die die Hünsborner nutzten, um kurzerhand vor dem Gebäude der Uno noch ein Ständchen zu spielen.

Um 12:30 Uhr ging es dann endlich los. Vorne in der 6. Division der Parade das gemeinsame Banner des „Traditionellen Schützen- und Musikzuges“, unter anderem getragen von dem jüngsten Hünsborner Mitreisenden Konstantin Pieper, danach drei Schwenkfahnen der Attendorner Schützen, dann das Tambourkorps Helden mit etwa 40 Musikern, gefolgt von der Hünsborner Vereinsfahne und dem Musikverein mit 41 Musikerinnen und Musikern, danach wieder zwei Fahnen der Attendorner Schützen, die „Iserköppe“ mit Rüstungen, Könige, Schützen und zum Schluss die Prinzengarde Attendorn.

 

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Der Musikverein Hünsborn marschiert entlang des Central Parks

 

Ein imposantes Bild! Die zahlreichen Zuschauer entlang der Strecke waren begeistert. Der Kommentator an der Ehrentribüne wies dann, live im amerikanischen Fernsehen übertragen, als ein Teil der Schützen vorbeimarschiert war, darauf hin, dass auch der Rest, der dann noch kommt noch immer zur Gruppe aus dem Südsauerland gehörte.

Der Paradeweg war einfach zu merken. Aus der 67. Straße rechts um die Ecke auf die 5th Avenue und dann immer geradeaus. Die Hünsborner spielten mit den Heldenern im Wechsel, beim Vorbeimarsch an der Ehrentribüne dann „Regimentsgruß“ und „Preußens Gloria“ zusammen. Entlang der Strecke standen viele Zuschauer, zum Teil in mehreren Reihen. Auf der linken Seite befand sich der Central Park und später das Museum of American History, rechts -natürlich – Hochhäuser.

Nachdem die Parade vorüber war wurden die großen Instrumente, die Vereinsfahne usw. von einigen Musikern mit dem Bus ins Hotel gebracht. Der Rest ging direkt auf das Oktoberfest im Central Park. Hier zeigte sich der nächste Unterschied der Kulturen, denn Bier gab es hier aus Pitchern, Plastikkrügen mit etwa 1,5 Litern Inhalt. Aus den Pitchern konnte dann in Plastikbecher umgefüllt werden.  Es spielte eine Band aus Kalifornien das, wovon man wohl in den USA glaubt, was wir an Musik bei Feiern hören. Alte Schlager, den unvermeidlichen Ententanz und in den Pausen als „Schlachtruf“: „Zicke-zacke – Heu heuheu!“

 

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Der Musikverein vor dem UNO-Hauptquartier in New York City (Das Sicherheitspersonal wurde zum Schutz vor Kündigungen aus dem Bild entfernt)

 

Die Hälfte der Musiker hatten Anschlussreisen in den USA geplant. So flogen 6 Teilnehmer noch in der Nacht zum Sonntag nach Los Angeles an die Westküste, einer nach Florida, eine andere Gruppe flog am Mittag nach Chicago und 18 Teilnehmer brachen am Morgen mit einem Bus zu einer Rundfahrt an die Niagara-Fälle, nach Toronto/Kanada und Washington auf, eine Familie blieb noch einige Tage in New York.

Diejenigen, die nur die „Basisreise“ mitmachten hatten den Sonntag bis in den Nachmittag zur freien Verfügung, bevor es um 16 Uhr zum Flughafen ging. Nach einem erneut angenehmen und problemlosen Flug landete die Gruppe morgens in Frankfurt, von dort ging es dann mit dem Bus – und mit einer ganzen Menge an überwältigenden Eindrücken – zurück in die Heimat.

In den folgenden Tagen kamen alle Teilnehmer nach und nach wohlbehalten wieder in Frankfurt an, die letzten am 28. September 2015.

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